Sitcom

Sitcom steht für Situationscomedy und ist ein großes Genre im amerikanischen Fernsehen. Die Urspünge kommen allerdings aus dem Radio aus der Zeit 1930/1940.
Mehr Informationen unter wikipedia.de.

Aufbau

Der typische Aufbau einer Sitcom:
  1. Prolog (~2 min): Relativ kurze Szene mit einigen Gags zur Einstimmung auf die Folge. Kann inhaltsbezogen sein, muss aber nicht.
  2. Vorspann (~1 min): Ist innerhalb einer Staffel immer gleich. Hier werden die Schauspieler und einige wichtige Personen des Teams vorgestellt. Deutlich erkennbar ist der Vorspann an der für die Serie typische Titelmelodie. Wie auch bei den meisten Familiensitcoms wird der Vorspann von Eine starke Familie aufgrund der Entwicklung der Kinder regelmäßig neu gedreht. Siehe auch Prolog & Vorspann.
  3. Handlung (~18 min): Hauptteil einer Episode mit allen Handlungssträngen.
  4. Epilog (~1 min): Hier werden in den Credits alle beteiligten Personen und auch die Produktionsfirmen angzeigt. Meistens läuft noch ein Gag im Hintergrund. Wird im deutschen Fernsehen leider öfters weggeschnitten.

Kennzeichen

Situationskomik bezeichnet die humorvolle Auseinandersetzung mit einer momentan vorliegenden Situation durch einen Beteiligten; ein Kennzeichen der Sitcom ist daher die ständige, schnelle Abfolge von Gags, Pointen und komischen Momenten, allerdings im Rahmen einer dramatischen Handlung und unterscheidet sich somit von Comedyshows, bei denen Sketche aneinander gereiht werden.
Typisches äußeres Kennzeichen der klassischen Sitcom ist die Aufzeichnung im Studio: Die Darsteller agieren auf einer Guckkasten-Bühne; bei Innenräumen werden die vierte Wand und die Zimmerdecke nie im Bild sichtbar. Für die Handlung folgt daraus eine Beschränkung der Schauplätze auf wenige, stets wiederkehrende Orte. Häufig sind auch Außenschauplätze wie Straßenecken oder Gartenanlagen als Kulissen im Studio nachgebaut - ästhetisch ähnlich der Seifenoper. Die Bühnenwirkung wird verstärkt durch das Spiel der Darsteller zur Bühnenrampe und das für das Fernsehpublikum hörbare Gelächter des Studiopublikums, der so genannte 'laugh track'.
In der deutschen Ausstrahlung werden amerikanische Serien meist durch eingespielte Lacher untermalt (sog. 'Lachkonserven' oder 'canned laughter'), da die Folgen vor Publikum aufgezeichnet werden und dessen Lachen für die Synchronisierung nicht mehr verwendet werden kann.

Mit Serien wie Hör mal, wer da hämmert, Friends oder dem in den USA sehr erfolgreichen Seinfeld hatten Sitcoms ihren Höhepunkt Mitte bis Ende der 1990er Jahre.


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