Situationskomik bezeichnet die humorvolle Auseinandersetzung mit einer momentan vorliegenden Situation durch einen Beteiligten; ein Kennzeichen der Sitcom ist daher die ständige, schnelle Abfolge von Gags, Pointen und komischen Momenten, allerdings im Rahmen einer dramatischen Handlung und unterscheidet sich somit von Comedyshows, bei denen Sketche aneinander gereiht werden.
Typisches äußeres Kennzeichen der klassischen Sitcom ist die Aufzeichnung im Studio: Die Darsteller agieren auf einer Guckkasten-Bühne; bei Innenräumen werden die vierte Wand und die Zimmerdecke nie im Bild sichtbar. Für die Handlung folgt daraus eine Beschränkung der Schauplätze auf wenige, stets wiederkehrende Orte. Häufig sind auch Außenschauplätze wie Straßenecken oder Gartenanlagen als Kulissen im Studio nachgebaut - ästhetisch ähnlich der Seifenoper. Die Bühnenwirkung wird verstärkt durch das Spiel der Darsteller zur Bühnenrampe und das für das Fernsehpublikum hörbare Gelächter des Studiopublikums, der so genannte 'laugh track'.
In der deutschen Ausstrahlung werden amerikanische Serien meist durch eingespielte Lacher untermalt (sog. 'Lachkonserven' oder 'canned laughter'), da die Folgen vor Publikum aufgezeichnet werden und dessen Lachen für die Synchronisierung nicht mehr verwendet werden kann.
Mit Serien wie Hör mal, wer da hämmert, Friends oder dem in den USA sehr erfolgreichen Seinfeld hatten Sitcoms ihren Höhepunkt Mitte bis Ende der 1990er Jahre.